FIGUGEGL – wie bitte?

Wieso stehen Herr und Frau Schweizer so auf geschmolzenen Käse im Topf? Nachhaltiger Fondue-Plausch mit Caquelon aus dem Brocki.
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Was aussieht wie ein Super-Admin-Passwort ist das Überbleibsel einer der erfolgreichsten Schweizer Marketingkampagnen aller Zeiten. Die Frage, wofür geworben wird, beantwortet sich aber erst, wenn man die Abkürzung auflöst: Fondue isch guet und git e gueti Luune.

Dieser Spruch wurde geprägt durch die Kampagne der Käseunion, welche damit den Konsum des Produkts in den 70/80er Jahren ankurbeln wollte. Dies gelang durchaus und entwickelte Fondue & Co. auch im Ausland zum Kassenschlager. So erreichten die Exportzahlen für Käse Rekordumsätze, sogar in für andere Branchen harten Pandemie-Jahren!

Wieso stehen Herr und Frau Schweizer so auf geschmolzenen Käse im Topf?

Geschichtlich hat das Fondue (abgeleitet vom französischen Verb für schmelzen) seinen Ursprung in den französischen Alpen. Oft in unwegsamem Gelände gelegen, war man froh, mit den Grundnahrungsmitteln Käse und Brot eine warme Mahlzeit zubereiten zu können. Dies erklärt auch, wieso die Romands das Käsefondue schon lange kannten, bevor es zum Nationalgericht wurde. Andere Quellen sehen die Mönche in der Fastenzeit als Erfinder der flüssigen Käseform, die damit Nahrung aufnehmen konnten, ohne offensichtliche Regeln zu brechen.

Ob auf der Alp oder im Kloster, gegessen wurde das Fondue damals wohl aus einfachen Schalen oder Schüsseln. Denn das heute übliche Fondue-Caquelon zog erst in den 50er Jahren in die Schweizer Haushalte ein. Dies vor allem dank des Schweizer Militärs, welches das Gericht ins Militärkochbuch aufnahm. Und damit die geplagten Soldaten die friedlich kollegiale Stimmung des gemeinsamen Fondue-Rührens auch zu Hause pflegen konnten, wurde ein Leih-Service für Gabeln & Töpfe angeboten. Ein Angebot, welches durchaus auch heute seine Berechtigung hätte, wenn man bedenkt, dass Fondue-Sets in den meisten Haushalten nur in den Wintermonaten benutzt werden.

Nachhaltigkeit auch beim Fondue

Fast so nachhaltig wie das Leihgeschirr ist der Kauf eines gebrauchten Caquelons; 19kg CO₂ können gegenüber einem Neuprodukt gespart werden*. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass dies einer Autofahrt (7l, Benzinfahrzeug) von Zug nach Engelberg entspricht. Wenn das nicht noch mehr „gueti luune git“!

Schaue doch in deinem Brockenhaus vorbei, dort wirst bestimmt auch du fündig. Nebst Fondue-Caquelon und -Zubehör findest du viele weitere Produkte und leistest mit dem Kauf von Gebrauchtem einen wichtigen Beitrag an den Umweltschutz.

Gastbeitrag von Ricarda, Brocki Zug

*CO₂ Berechnung in Zusammenarbeit mit dem Brocki Zug und myclimate.

Quellen und weitere Informationen:

Wie wäre es einmal mit einem veganen Fondue?

HAUPTGERICHTABENDESSEN

Vegan Fondue

Remimag
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