Sind unsere Lebensmittel zu billig?

Mit dem Kauf von nachhaltigen Lebensmitteln können wir schon jetzt einen positiven Beitrag für ein ökologisches Ernährungs- und Agrarsystem leisten.
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Der Preis eines Lebensmittels setzt sich aus den Produktions- und Transportkosten zusammen, sowie obendrauf der Margen der Zwischenhändler und Verteiler. Der Einfluss auf die Umwelt und die Gesundheit des Menschen werden dabei aber nicht berücksichtigt.

Adipositas, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes, Überdüngung, synthetische Pestizide, Klimawandel, Biodiversitätsverlust… sind nur ein kleiner Teil der Kosten, welche durch das heutige industrielle Agrar- und Ernährungssystem verursacht, aber nicht im Preis berücksichtigt werden.

Eine Studie von Avenir Suisse hat im Jahr 2018 die Umweltkosten auf zirka CHF 7.3 Milliarden geschätzt. 4.9 Milliarden entfallen auf den Biodiversitätsverlust und 371 Millionen auf die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft. Unsere Lebensmittel müssten also teurer sein, damit diese anfallenden Kosten gedeckt werden können.

Eine an der ETH durchgeführte Studie ergab folgende Ergebnisse:

  • Bei der Festlegung des Preises für Fleisch werden die Umwelteinflüsse bei der Produktion nicht berücksichtig. Wenn man dies tun würde, wäre das Fleisch mindestens doppelt so teuer.

  • Das gleiche gilt beim Käse, respektive bei allen Milchprodukten. Da die Produkte vom Tier stammen, fallen auch dort Umwelteinflüsse wie Biodiversitätsverlust und Treibhausgase an. Die Milchprodukte müssten also eigentlich +50% des aktuellen Preises aufschlagen.

  • Beim Gemüse und bei den Früchten verhält sich dies genau umgekehrt. Diese sind eigentlich zu teuer. Wenn die Preise von Gemüse und Früchte sinken würden, könnte man sich diese Produkte vermehrt leisten, die Gesundheit der Menschen steigen und die Gesundheitskosten gehen automatisch zurück.

  • Bei den Berechnungen in dieser Studie konnte nicht allen Faktoren ein Preis zugeordnet werden und sind somit noch gar nicht berücksichtigt.

  • Ein weiterer Punkt sind die Kosten der industriellen Landwirtschaft (z.B. Massentierhaltung). Auch hier werden die Folgekosten nicht berücksichtigt, was zu den auffallend hohen Preisunterschieden zwischen industriell und ökologisch produzierten Lebensmitteln führt. Die Lebensmittel, welche bei der Produktion weniger Umweltfolgen mit sich bringen sind heute teurer als jene aus der konventionellen Produktion.

Wie können wir eine Veränderung erreichen?

  • Es braucht eine Überarbeitung der Preise mit der Berücksichtigung auf die tatsächlichen Kosten. Dies wird sich zugleich als treibende Kraft für eine Veränderung erweisen. Positive Praktiken sollen gefördert werden und negative sanktioniert.

  • Förderbeiträge an jene auszahlen, die sich für eine positive Entwicklung im Ernährungssektor einsetzen, wie zum Beispiel die Bio-Landwirtschaft.

  • Die Schweiz ist eines der Länder, in der ein grosser Anteil der Steuergelder in die Landwirtschaft fliesst. Diese Einnahmen könnte man umverteilen, um so ein nachhaltiges Ernährungssystem zu fördern.
Mit dem Kauf von nachhaltigen Lebensmitteln können wir schon jetzt einen positiven Beitrag für ein ökologisches Ernährungs- und Agrarsystem leisten.

Von Linda, V-ZUG

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