Laktosefreie Milch | Deine Lösung bei Intoleranz

Milch ohne Milchzucker, die wertvollen Inhaltsstoffe wie Eiweiss, Fettsäuren oder Kalzium bleiben aber weiterhin enthalten.
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Greifst du wegen einer Laktoseintoleranz auf laktosefreie Milch zurück? Erfahre hier Spannendes zur Herstellung von laktosefreier Milch und warum diese manchmal süsser schmeckt als normale Milch.

Milch ohne Milchzucker

Die normale Milch – auch Buttermilch und Molke – löst bei laktoseintoleranten Personen häufig Beschwerden aus. Falls du betroffen bist, ersetze sie einfach durch laktosefreie Milch oder laktosefreie Milchgetränke. Diese kannst du in der Küche genau gleich verwenden und konsumieren wie handelsübliche Milch. Die wertvollen Inhaltsstoffe wie Eiweiss, Fettsäuren oder Kalzium bleiben enthalten. Laktosefreie Milch ist deshalb bei Laktoseintoleranz eine super Alternative zur normalen Milch.

1. Enzymatische Hydrolyse

Das erste Verfahren nennt sich enzymatische Hydrolyse. Dabei wird der Milch ein Milchzucker spaltendes Enzym zugefügt, das den Milchzucker bzw. die Laktose in zwei Einzelzucker aufteilt (Galaktose und Glukose). Nach diesem Vorgang schmeckt die laktosefrei gewordene Milch etwas süsser als normale Kuhmilch. Sie darf laut Lebensmittelverordnung weiterhin als Milch bezeichnet werden.

2. Good-Day-Verfahren

Die zweite Herstellungsvariante heisst Good-Day-Verfahren, patentiert von Emmi. Hier wird der Kuhmilch zuerst der gesamte Milchzucker entzogen. Dann wird die Laktose aufgespalten in Galaktose und Glukose. In einem dritten Schritt wird davon wieder so viel zurückgeführt, wie es dem normalen Süssgeschmack der Milch entspricht. Gemäss Lebensmittelverordnung darf diese laktosefreie Milch nicht mehr als Milch bezeichnet werden. Sie wird deshalb als laktosefreies Milchgetränk verkauft.

Reine Geschmackssache

Ob du die laktosefreie Milch oder das laktosefreie Milchgetränk bevorzugst, ist Geschmackssache. So oder so liegst du richtig: Denn mit Ausnahme des Milchzuckers sind alle anderen Inhaltsstoffe der Milch in beiden Varianten enthalten.

Laktose: süsse Kraft und Energiequelle

Laktose bzw. Milchzucker besteht aus den beiden Einzelzuckern Glukose (Traubenzucker) und Galaktose (Schleimzucker). Als Einzelzucker schmeckt Traubenzucker sehr viel süsser als die wenig süsse Galaktose. Zusammen verbunden als Laktose haben sie nur eine schwache Süsskraft. Während Traubenzucker z. B. in Obst, Gemüse und Honig von Natur aus reichlich vorkommt, findet sich Galaktose hauptsächlich in der Milch von Säugetieren. Galaktose kommt als Baustein in der Schleimhaut vor – daher auch seine deutsche Bezeichnung Schleimzucker.

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